„Arcis-Vocalisten“

Der Projektchor „Arcis-Vocalisten“ konstituierte sich im Juni 2005 zur Aufführung von Rossinis „Petite Messe Solennelle“. Die rund 50 Sängerinnen und Sänger engagieren sich regelmäßig in renommierten und ambitionierten Ensembles der bayerischen und speziell Münchner Konzertszene. Die meisten von ihnen haben auch solistische Ausbildung und Konzerterfahrung, einige sind Studentinnen und Studenten der Münchner Musikhochschule. Die Arcis-Vocalisten proben projektbezogen jeweils auf eine Aufführungsserie hin.

Derzeit verfolgen die Arcis-Vocalisten nun fünf bis sechs Projekte im Jahr. Zur Aufführung gelangen hierbei neben den großen Werken der Kirchenmusik (so etwa die D-Dur – Messe von Antonin Dvorak, Mozarts Requiem, das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, h-moll – Messe von Johann Sebastian Bach, Händels Messias etc.) auch a-cappella – Werke (z.B. Johannespassion von Heinrich Schütz oder Josef Gabriel Rheinbergers Es-Dur – Messe für 8-stimmigen gemischten Chor u. a.). Mittlerweile wurde das gefragte Ensemble zu einigen Festivals und Konzertreihen eingeladen und gastierte u.a. bei den Sommerkonzerten zwischen Inn und Salzach, den Marienroder Klosterkonzerten (Opernchöre vor 2200 Zuhörern), den Bad Hersfelder Festspielkonzerten, dem Bodenseefestival und den Münchner Residenzkonzerten.

In der Osterwoche 07 waren die Arcis-Vocalisten vom Leiter der Bach-Tage Bad Hersfeld, Prof. Siegfried Heinrich, gemeinsam mit einem Spezialorchester für Barockmusik für Aufführungen des Oratoriums „Messias“ von Georg Friedrich Händel engagiert. Stationen waren Bad Hersfeld, Bensheim, Kassel, Frankfurt / Main und Weimar. Der „Bergsträßer Anzeiger“ schrieb: „Hauptstütze der Aufführung war der überwiegend aus jüngeren Sängerinnen und Sängern bestehende Chor, der mit blitzsauberer Intonation und mustergültiger Ausgewogenheit hohen professionellen Ansprüchen genügte. Besonders im zweiten Werkteil mit seinen packenden Steigerungen und seinem populären "Halleluja"-Finale begeisterte das brillant geschulte Ensemble durch kultivierteste und eloquenteste Präsenz. Für ihre veritable Referenz-leistung ernteten die Choristen am Ende zu Recht den stärksten Applaus des Abends.“ In 2008 führten die Arcis-Vocalisten Händels „Messias“ in der Klosterkirche in Benediktbeuern sowie in der Allerheiligenhofkirche in der Münchener Residenz auf.

Im Juli 2007 kam eine neue Produktion von „Dido and Aeneas“ mit dem Barockballett „La danza“ im Museum für Abgüsse klassischer Bildwerke in München zur Aufführung, die mit großem Erfolg im Oktober 2008 wiederholt werden konnte.
Außerdem erlebte der Chor in 2008 seine "Premiere" als Studiochor und sang den Chorpart der Musik für die Olympiakür für die Dressurreiterin Isabelle Werth.

Ein Höhepunkt in der Geschichte des Chores war im November 2009 die szenische Aufführung der Bachschen "Johannespassion" in der Himmelfahrtskirche München in der Regie von Dieter Reuscher, die Publikum und Ausführende außergewöhnlich begeisterte und berührte. Unter den Projekten für 2010 ragt eine Serie von Aufführungen von Orffs "Carmina burana" heraus, u.a. auf dem Theaterplatz Lindau und im Brunnenhof der Residenz München, daneben arbeiten die Arcis-Vocalisten erstmals mit dem Barockorchester "L arpa festante" zusammen und produzieren Bach-Kantaten für den BR. 2011 stehen Bachs "Matthäuspassion" und im Sommer eine neue szenische Produktion auf dem Programm.