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Termine

  • Sonntag, 3. November 2019
    Verdi: Messa da Requiem
    KKL Luzern
    Beginn:
    17.00 Uhr
    Ort:
    KKL Luzern, Konzertsaal
    Mitwirkende:
    Evgenia Ralcheva (Sopran) • Violetta Radomirska (Mezzosopran) • Adam Sanchez (Tenor) • Flurin Caduff (Bass)
    Arcis-Vocalisten
    Birnauer Kantorei
    Thomas Gropper (Einstudierung Chöre)
    Orchestra Filarmonica Italiana, Piacenza
    Leitung:
    Manfred Obrecht
    Veranstalter:
    ObrassoConcerts

    Giuseppe Verdi schuf mit seiner am 22. Mai 1874 in Mailand uraufgeführten und von ihm dirigierten »Messa da Requiem« ein grandioses und monumentales Werk und zugleich eine der erschütterndsten und bildkräftigsten Vertonungen der Totenmesse. Man glaubt, den Weihrauch zur Verehrung des Allerheiligsten förmlich zu riechen!

    Im Jüngsten Gericht, dem »Tag des Zorns«, wird der Zuhörer von einem überwältigenden Schrecken erfasst, an Wucht und Ausdruckskraft kaum zu übertreffen – eine Musik, voller Inbrunst und Farbenpracht. In den schönsten und ergreifendsten Momenten der Messe offenbaren sich die himmlischen Heerscharen dem Zuhörer in einem vermeintlich ewig leuchtenden Klanggewand.

    Verdi lässt offen, ob das Bitten und Flehen an den Herrn aller Mächte und Gewalten nach Erlösung erhört wird – übrig bleibt am Ende die Stille. | (ObrassoConcerts)

  • Samstag, 9. November 2019
    Festkonzert »30 Jahre Mauerfall«
    Beethoven: Neunte Symphonie d-Moll op. 125 • S. Barber: Adagio für Streicher op. 11

    Stadtkirche Mylau
    Beginn:
    18.00 Uhr
    Ort:
    Stadtkirche Mylau
    Mitwirkende:
    Ani Taniguchi (Sopran) • Sonja Koppelhuber (Alt) • Marco Antonio Rivera (Tenor) • Joachim Goltz (Bass)
    Arcis-Vocalisten • Marburger Bachchor
    Vogtlandphilharmonie Greiz-Reichenbach
    Leitung:
    Thomas Gropper
    Veranstalter:
    Vogtland-Philharmonie

    Nachdem im November 1989 die Mauer gefallen war, dirigierte Leonard Bernstein an Weihnachten in Berlin Beethovens »Neunte« unter dem Motto »Freiheit, schöner Götterfunken«. Seine Begründung: »Wenn es je einen historischen Augenblick gegeben hat, in dem man um menschlicher Freude willen eine akademische Theorie-Diskussion vernachlässigen darf – jetzt ist er gekommen und ich bin sicher, dass Beethoven uns seinen Segen gegeben hätte. Es lebe die Freiheit!«

    Seit ihrer Uraufführung vor 200 Jahren ist Beethovens d-Moll- Symphonie mit der Vertonung von Schillers »Ode an die Freude« eine Projektionsfläche für humanistische und politische Ideale. So auch beim Festkonzert »30 Jahre Mauerfall« im sächsischen Reichenbach-Mylau im Vogtland.

    Die Arcis-Vocalisten setzen damit die künstlerische Zusammenarbeit mit der Vogtlandphilharmonie Greiz/Reichenbach fort, die in Thüringen und Sachsen wesentlich zum musikalisch-kulturellen Angebot beiträgt. Das Orchester wurde in seiner heutigen Form nach der Wende, 1992, gegründet. | ( js)

  • Sonntag, 24. November 2019
    Beethoven: Missa Solemnis D-Dur op. 123
    Herkulessaal der Residenz München
    Beginn:
    19.00 Uhr
    Ort:
    Herkulessaal der Residenz München (U3/4/5/6 Odeonsplatz)
    Mitwirkende:
    Judith Spiesser (Sopran) • Ulrike Malotta (Alt) • Thomas Heyer (Tenor) • Thomas Stimmel (Bass)
    Arcis-Vocalisten
    Vogtlandphilharmonie Greiz-Reichenbach
    Leitung:
    Thomas Gropper
    Veranstalter:
    Bell'Arte Konzertdirektion

    »Mit Andacht« — Beethovens Missa Solemnis

    Beethoven selbst schrieb über seine »Missa Solemnis«: »So schwer es mir wird, über mich selbst zu reden, so halte ich sie doch für mein größtes Werk«. Vier Jahre lang, von 1819 bis 1823, rang Beethoven um die Komposition seiner Messe, bei der es ihm darum ging, »religiöse Gefühle zu erwecken und dauerhaft zu machen«. Das Ergebnis war ein eindringliches Monumentalwerk, das alle Höhen und Tiefen menschlicher Seelen- und Glaubenszustände auslotet. »Assai sostenuto. Mit Andacht« überschrieb Beethoven den Beginn. So beginnt das Kyrie zwar mit einem feierlichen Paukenakkord, doch sogleich folgt ein andächtiges Innehalten aus dem Ehrfurcht, suchende Gläubigkeit und eine Ahnung von Transzendenz sprechen.

    Die Missa Solemnis ist eine sehr persönliche Messvertonung, die jeden liturgischen Rahmen sprengt. Kraftvoll strebt sie immer neuen Höhepunkten entgegen und der Bogen spannt sich vom Beginn bis zu den beinahe tumultartig-kämpferischen Steigerungen im Agnus Dei, in dem Beethoven den Kampf von Licht und Finsternis, von Gut und Böse auf drastische und für unsere Ohren fast moderne Weise ausmalt.

    Die Arcis-Vocalisten freuen sich darauf, dieses Werk erstmals im Konzertsaal zu präsentieren. | ( js)

  • Samstag, 4. Januar 2020
    Beethoven: Neunte Symphonie d-Moll op.125 • Chorfantasie c-Moll op. 80
    Herkulessaal der Residenz München
    Beginn:
    19.00 Uhr
    Ort:
    Herkulessaal der Residenz München (U3/4/5/6 Odeonsplatz)
    Mitwirkende:
    Susanne Winter (Sopran) • Ulrike Malotta (Alt) • Roman Payer (Tenor) • Raphael Sigling (Bass)
    Mirjam von Kirschten (Klavier)
    Arcis-Vocalisten
    Vogtlandphilharmonie Greiz-Reichenbach
    Leitung:
    Thomas Gropper
    Veranstalter:
    Bell'Arte Konzertdirektion

    »Hoffnungsmusik zum Jahreswechsel« — Beethovens »Neunte« und die »Kleine Neunte«

    In kaum einem anderen Werk der Musikgeschichte werden die Gedanken von Frieden, Freiheit und Brüderlichkeit suggestiver zum Ausdruck gebracht als in der 9. Symphonie von Ludwig van Beethoven. Mit ihrem grandiosen Chorfinale – nach Schillers »Ode an die Freude« – bekennt er sich mit Nachdruck zu den Idealen der Französischen Revolution: »Alle Menschen werden Brü- der, wo Dein sanfter Flügel weilt«. Kein Wunder, dass Beethovens »Neunte« zu einer Art Hoffnungshymne für die Zeit des Jahreswechsels avancierte.

    Bereits zwei Jahrzehnte zuvor entstand die »Fantasie für Klavier, Chor und Orchester«, in der Beethoven die Merkmale eines Klavierkonzertes und einer Chorkantate zusammenfließen lässt. Eindeutig weist diese Komposition sowohl in ihrem idealistisch aufgeladen Text (»Wenn der Töne Zauber walten und des Wortes Weihe spricht, muss sich Herrliches gestalten, Nacht und Stürme werden Licht«) als auch in ihrem kraftvollen musikalischen Duktus bereits auf den Finalsatz der 9. Symphonie hin. So wird sie auch als »Kleine Neunte« bezeichnet. | (js)

  • Samstag, 14. März 2020
    Die schönsten Opernchöre
    KKL Luzern
    Beginn:
    19.30 Uhr
    Ort:
    KKL Luzern, Konzertsaal
    Mitwirkende:
    Angélique Boudeville (Sopran) • Riccardo Della Sciucca (Tenor) • Leonardo Galeazzi (Bariton)
    Arcis-Vocalisten
    Birnauer Kantorei
    Kammerchor Chur
    Thomas Gropper (Einstudierung Chöre)
    Orchestra Filarmonica Italiana, Piacenza
    Moderation:
    Kilian Rosenberg
    Leitung:
    Manfred Obrecht
    Veranstalter:
    ObrassoConcerts

    Bizet: »Au fond du temple saint« aus Les Pêcheurs de Perles

    Donizetti: »Spargi d’amaro pianto« und »Per te d’immenso giubilo« aus Lucia di Lammer­moor

    Mascagni: »Ineggiamo il Signor« aus Cavalleria Rusticana

    Orff: »O Fortuna« aus Carmina Burana

    Rossini: Ouvertüre zu Wilhelm Tell

    Verdi: »Vedi! Le fosche notturne spoglie« und »Di geloso amor sprezzato« aus Il Trovatore, »Gli arredi festivi« aus Nabucco, »Si vendetta« aus Rigoletto, »Preludio« und »Libiamo ne' lieti calici« aus La Traviata sowie »Gloria all’ Egitto« aus Aida

    Wagner: Ouvertüre zu Rienzi und »Freudig be­grüssen wir die edle Halle« aus Tannhäuser

  • Karfreitag, 10. April 2020
    Bach: Johannes-Passion BWV 245
    Herkulessaal der Residenz München
    Beginn:
    19.00 Uhr
    Ort:
    Herkulessaal der Residenz München (U3/4/5/6 Odeonsplatz)
    Mitwirkende:
    Verena Gropper (Sopran) • Anne Bierwirth (Alt) • Max Kiener (Tenor) • Alban Lenzen (Bass)
    Arcis-Vocalisten
    L'arpa festante
    Leitung:
    Thomas Gropper
    Veranstalter:
    Bell'Arte Konzertdirektion

    Kraftvoll, kühn, kontemplativ — Johann Sebastian Bachs »Johannes-Passion«

    In seiner »Johannes-Passion« schildert Bach die Leidens­ge­schich­te Christi voller Dramatik — in einer Klangsprache, die den Bericht des Evangelisten Johannes auf spannende und immer wieder fast modern anmutende Weise zu einer bewe­gen­den Passions­dar­stellung und zu einem theatralen Ereignis macht.

    Neben der Erzählung und kontemplativen Reflexion der bibli­schen Geschichte stehen aufwühlende Volkesszenen und die Ver­han­dlungen zwischen Pilatus, Jesus und der aufgebrachten Menge im Mittelpunkt der Komposition. Damit rückt Bach die menschliche Tragödie des Pilatus in den Vordergrund, der zwi­schen dem Gefangenen Jesus und dem tobenden Mob hin- und hergerissen wird und schließlich aus Angst vor dem wüten­den Volk gegen sein Gewissen entscheidet.

    In seinem Buch »Bach – Musik für die Himmelsburg« bezeichnet John Eliot Gardiner die »Johannespassion« als »eine Mischung aus Erzählung und Meditation, Religion und Politik, Musik und Theologie, wie sie kühner und komplexer kaum je ersonnen wurde«. | (js)

  • Sonntag, 17. Mai 2020
    Jubiläumskonzert »15 Jahre Arcis-Vocalisten«
    Händel: Israel in Egypt HWV 54

    Himmelfahrtskirche München-Sendling
    Beginn:
    19.00 Uhr
    Einführung:
    18.00 Uhr
    Ort:
    Himmelfahrtskirche München-Sendling (Kidlerstraße 15, U3/6 Implerstraße)
    Mitwirkende:
    Verena Gropper (Sopran) • Andreas Pehl (Altus) • Christian Rathgeber (Tenor) • Micha Matthäus (Bass) • David Bösl (Bass)
    Arcis-Vocalisten
    L'arpa festante
    Leitung:
    Thomas Gropper
    Karten:
    München Ticket
    Veranstalter:
    Arcis-Vocalisten e.V.

    »Sing ye to the Lord« — Händels Chor-Oratorium »Israel in Egypt«

    Im Sommer 2005 fand sich erstmals eine kleine Schar Sän­ger­in­nen und Sänger in der Musikhochschule in München (ansässig in der Arcis-Straße) zusammen und gründete damit die Arcis-Voca­listen. Nun, 2020, 15 Jahre später, ist daraus ein großes, lei­stungs­starkes und erfolgreiches Ensemble geworden.

    Das gilt es zu feiern — und welches Werk wäre besser geeignet als Georg Friedrich Händels 1738 entstandenes, vom Chor getra­ge­nes Oratorium »Israel in Egypt«. Von inbrünstig-flehender Klage über dramatisch anschauliche Schilderung der Plagen bis zu jubeln­den Triumphgesängen der befreiten Israeliten reicht die Palette der Chorsätze. Zwar stellte Händel den beiden Teilen »Exodus« und »Moses Song« ursprünglich noch einen ersten Teil voran, den er dem »Funeral Anthem« entnommen hatte, doch zog er diesen schon vor der Uraufführung wieder zurück — auch dieses Jubi­läums­konzert bringt die zweiteilige Fassung.

    Musikalische Partner in diesem Konzert sind einmal mehr die lang­jährigen Weggefährten des Chores vom Barock-Orchester "L’arpa fes­tante". | (tg)

  • Sonntag, 21. Juni 2020
    Chormusik a cappella
    Lasso: »Prophetiae Sibyllarum« • Rheinberger: »Cantus Missae« • Vasks: »Pater noster« • Beethoven: »Gellert-Lieder«
    Basilika Birnau
    Beginn:
    17.00 Uhr
    Einführung:
    16.00 Uhr
    Ort:
    Wallfahrtskirche Birnau am Bodensee
    Mitwirkende:
    Arcis-Vocalisten
    Orgel:
    Thomas Hössler
    Bariton u. Leitung:
    Thomas Gropper

    »Ipsa Deum vidit suum — Ich selbst sah Gott«

    In der wunderbar am Nordufer des Bodensees gelegenen, barock-sinnlichen und sommerlich lichtdurchfluteten Basilika Birnau gestalten die Arcis-Vocalisten ein A-cappella-Konzert mit weit ge­spanntem Programm: von den chromatisch aufregenden, mysti­schen »Prophetiae Sibyllarum« des jungen Orlando di Lasso führt der Bogen über die romantisch überschwängliche einzige doppel­chörige Messvertonung von Joseph Rheinberger, den »Cantus Missae« Es-Dur op.109, »die schönste reine Vokalmesse des 19. Jahrhunderts«, wie (nicht nur) Otto Ursprung meinte.

    Dazu treten das meditative »Pater noster« des lettischen Kompo­nisten Peteris Vasks und – solistisch vorgetragen – die geistlichen »Gellert-Lie­der« von Ludwig van Beethoven. | (tg)

  • Samstag, 4. Juli 2020
    Orff: Carmina Burana • Opernchöre
    Bürgerhaus Unterföhring
    Beginn:
    19.00 Uhr
    Ort:
    Bürgerhaus Unterföhring • Open-Air-Konzert
    Mitwirkende:
    Susanne Winter (Sopran) u.a.
    Arcis-Vocalisten
    Münchner Schlagwerkensemble
    Klavier:
    Mirjam von Kirschten und Heiko Stralendorff
    Leitung:
    Thomas Gropper
  • Sonntag, 5. Juli 2020
    Open-Air-Konzert mit Opernchören und -szenen
    Collegium Augustinum Meersburg
    Beginn:
    19.30 Uhr
    Ort:
    Collegium Augustinum Meersburg, Kurallee 18
    Mitwirkende:
    Susanne Winter (Sopran)
    Arcis-Vocalisten
    Klavier:
    Mirjam von Kirschten
    Leitung:
    Thomas Gropper
  • Mittwoch, 15. Juli 2020
    Orff: Carmina Burana • Haydn: »Der Sommer« aus »Die Jahreszeiten«
    Brunnenhof der Residenz München
    Beginn:
    20.00 Uhr
    Ort:
    Brunnenhof der Residenz München (U3/4/5/6 Odeonsplatz)
    bei schlechtem Wetter im Herkulessaal
    Mitwirkende:
    Carmela Konrad (Sopran) • Robert Sellier (Tenor) • Ludwig Mittelhammer (Bariton)
    Bad Reichenhaller Philharmoniker
    Leitung:
    Thomas Gropper
    Veranstalter:
    Bell'Arte Konzertdirektion

    »O Fortuna« — Orffs »Carmina Burana« und Haydns »Sommer«

    Der 125. Geburtstag von Carl Orff verleiht der diesjährigen Auf­füh­rung der »Carmina Burana« im Brunnenhof der Münchner Residenz eine besondere Note. Für den Komponisten selbst mar­kierte die erfolgreiche Uraufführung 1937 eine neue Etappe seines Schaffens. An seinen Verleger schrieb er: »Alles, was ich bisher geschrieben und was Sie leider gedruckt haben, können Sie nun ein­stampfen! Mit Carmina Burana beginnen meine gesam­mel­ten Werke!«

    Mit der szenischen Kantate, deren Text auf einer im Kloster Bene­dikt­beuern aufgefundenen mittelalterlichen Gedicht­samm­lung basiert, erlangte Orff Weltruhm. — Die Arcis-Vocalisten prä­sen­tieren das populäre Meisterwerk in der großen Orchester­fas­sung als Geburtstagskonzert für den herausragenden bayerischen Kompo­nisten und Musikpädagogen des 20. Jahrhunderts.

    Dazu gesellt sich Joseph Haydn mit seiner naturgetreuen musika­lischen Schilderung des Sommers aus seinem weltlichen Orato­rium »Die Jahreszeiten«: überwiegend heiter, mit kurzem Ge­wit­ter, das sich zum Glück schnellstens wieder verzieht und einem lauen Sommerabend Platz macht. | (js)

  • Samstag, 26. September 2020
    Mozart: Missa brevis in B KV 275 • Rheinberger: Cantus Missae Es-Dur op. 109
    St. Rasso Grafrath
    Beginn:
    19.00 Uhr
    Mitwirkende:
    St. Rasso Grafrath
    Arcis-Vocalisten
    Solisten des Chores
    Ensemble Nymphenburg
    Leitung:
    Thomas Gropper

    Laudate Dominum omnes gentes — Mozart & Rheinberger

    In der besonderen Atmosphäre der Wallfahrtskirche St. Rasso in Grafrath kombinieren die Arcis-Vocalisten zwei Messvertonungen: einmal die B-Dur-Messe KV 275, ein Werk des 22jährigen Wolfgang Amadeus Mozart, das kurz vor seiner großen und einschneidenden Lebensreise über Mannheim nach Paris entstanden ist und das wohl für eine Aufführung im Salzburger Dom bestimmt war. In ihrer Sinnlichkeit und klaren Struktur ist die Messe »einfach, heiter und volksliedhaft«, wie es im Vorwort der Ausgabe heißt.

    Dazu tritt der »Cantus Missae« von Joseph Gabriel Rheinberger für Doppelchor. Rheinberger, der viele Jahre in München lebte und als Hochschullehrer wirkte, erhielt für diese Messvertonung 1879 von Papst Leo XIII. den Gregorius-Orden. Kompositorische Techniken der alten Vokalpolyphonie verbinden sich mit romantisch liedhafter Melodik. | (tg)

  • Samstag, 31. Oktober 2020
    Loewe: Jan Hus
    Himmelfahrtskirche München-Sendling
    Beginn:
    19.00 Uhr
    Ort:
    Himmelfahrtskirche München-Sendling
    Mitwirkende:
    Monika Mauch (Sopran) • Ulrike Malotta (Alt) • Georg Poplutz (Tenor) • Dominik Wörner (Bass)
    Arcis-Vocalisten
    L'arpa festante
    Leitung:
    Thomas Gropper

    Wegbereiter für Luthers Reformation — Carl Loewes Oratorium »Jan Hus«

    Obwohl Carl Loewe (1796–1869) heute vor allem als Lieder- und Balladenkomponist bekannt ist, war er zu Lebzeiten als Kantor und Musikdirektor in Stettin vorwiegend Schöpfer kirchlicher und oratorischer Musik. Neben der Pflege damals schon historischer oratorischer Literatur (Johann Sebastian Bach, Carl Heinrich Graun) setzte er sich auch für Zeitgenossen ein (Felix Mendelssohn Bartholdy) und schuf selbst nicht weniger als siebzehn Oratorien, die heute trotz großer musikalischer und stilistischer Reize nur noch wenig bekannt sind.

    Loewes Spezialität waren opernnah gestaltete, weniger liturgisch gedachte Oratorien. Ein solches ist herausragend »Jan Hus«, entstanden 1841.

    Im Mittelpunkt steht das Schicksal des Prager Reformators, der sich auf Christi Lehre beruft und gegen kirchliche Forderungen stellt, die in seinen Augen Irrlehren sind. Trotz Warnungen von Volk und Freunden reist er zum Konzil von Konstanz und vertritt seinen Standpunkt. Als er nicht widerrufen will, wird er – entgegen vorheriger Schutzgarantien – 1415 in Konstanz verbrannt.

    Das Werk ist für viele Solopartien geschrieben, die sich durch vier Solisten gestalten lassen, für groß besetztes Orchester und großen Chor.

    Aufzeichnung in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk (BR-KLASSIK) und OehmsClassics. | (tg/js)

  • Sonntag, 13. Dezember 2020
    Bach: Weihnachtsoratorium — Kinderkonzert
    Herkulessaal der Residenz München
    Beginn:
    17.00 Uhr
    Ort:
    Herkulessaal der Residenz München (U3/4/5/6 Odeonsplatz)
    Mitwirkende:
    Judith Spiesser (Sopran) • Seda Amir-Karayan (Alt) • Martin Petzold (Tenor) • Matthias Horn (Bass)
    Arcis-Vocalisten
    L'arpa festante
    Leitung:
    Thomas Gropper
    Veranstalter:
    Bell'Arte Konzertdirektion

    »Da wir in Jesu Händen ruhen« — Bachs Weihnachtsoratorium für Kinder/Familien

    Vor dem abendlichen Konzert (s. unten) steht erstmals am Nachmittag ein knapp einstündiges moderiertes Konzert für Kinder und Familien, das in Handlung und musikalische Gestaltung einführt, Instrumente zeigt – und auch mitsingen lässt! | (tg)

  • Sonntag, 13. Dezember 2020
    Bach: Weihnachtsoratorium (Kantaten I-III, VI)
    Herkulessaal der Residenz München
    Beginn:
    19.00 Uhr
    Ort:
    Herkulessaal der Residenz München (U3/4/5/6 Odeonsplatz)
    Mitwirkende:
    Judith Spiesser (Sopran) • Seda Amir-Karayan (Alt) • Martin Petzold (Tenor) • Matthias Horn (Bass)
    Arcis-Vocalisten
    L'arpa festante
    Leitung:
    Thomas Gropper
    Veranstalter:
    Bell'Arte Konzertdirektion

    »Da wir in Jesu Händen ruhen« — Bachs Weihnachtsoratorium

    Am 3. Adventssonntag erklingen in der bewährten Partnerschaft mit dem Ensemble »L’arpa festante« im Herkulessaal die Kantaten 1–3 und 6 des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach. Am Evangelistenbericht des Lukas entlang erzählt der Thomaskantor das weihnachtliche Geschehen, die Christgeburt, die Erscheinung des Engels, die Euphorie der Hirten, die Gesänge der himmlischen Heerscharen, die innige Freude Marias, aber auch die Hinterlist des heuchelnden Herodes. Mit Pauken und Trompeten, bewegenden Arien, festlichen Chören und tiefgründigen Chorälen deutet Bach aus und bezieht alle Vorgänge auf Glaube und Seele des Hörenden.

    Vor dem abendlichen Konzert steht erstmals am Nachmittag ein knapp einstündiges moderiertes Konzert für Kinder und Familien. (s. oben) | (tg)

  • Donnerstag, 31. Dezember 2020
    Händel: Dettinger Te Deum • Feuerwerksmusik
    Herkulessaal der Residenz München
    Beginn:
    15.30 Uhr
    Ort:
    Herkulessaal der Residenz München
    Mitwirkende:
    Andreas Pehl (Altus) • Christian Rathgeber (Tenor) • Andreas Burkhart (Bass)
    Arcis-Vocalisten
    La Banda
    Leitung:
    Thomas Gropper
    Veranstalter:
    Bell'Arte Konzertdirektion

    Friedensschluss und Festtagsstimmung — Händels »Dettinger Te Deum« und »Feuerwerksmusik«

    Der Jubel war groß als in London das »Dettingen Te Deum« und die »Music for the Royal Fireworks« von G. F. Händel erstmals erklangen. Der »Composer Of Musick to the Chapel Royal« schrieb die beiden Werke im Auftrag von König Georg II. aus Anlass der – für die englische Allianz – siegreichen Beendigung des österreichischen Erbfolgekrieges 1743 und zur Unterzeichnung des Friedensvertrages 1749. Der besonders festliche Charakter war Ausdruck allgemeiner Hochstimmung angesichts erfreulicher politischer Nachrichten. Und die beiden Werke lösten auch große Begeisterung für Händel selbst aus, der bereits 1726 Untertan Seiner Majestät geworden war.

    Das »Dettinger Te Deum« ist eine strahlende Festmusik, die mit ihren prunkvollen Klängen dem Anlass ihrer Entstehung zwar voll gerecht wird, und doch als zeitlos gültiger Lob-, Dank- und Bittgesang weit darüber hinaus weist.

    Eher weltlich kommt dagegen die »Feuerwerksmusik« daher, eine fünfsätzige Suite aus Tanzsätzen und leichtfüßigen Charaktersätzen. Das Silvesterstück par excellence! | (js)

 Texte: (js) Jürgen Seeger, (tg) Thomas Gropper